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Auffrischungskurs Erste-Hilfe 2006 PDF Drucken E-Mail
Ja .... eigentlich habe ich mich auf die Mund-zu-Mund-Beatmung mit einem jungen, hübschen Mann gefreut, aber – wie das Leben so spielt – erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.

Aus dem Kreise der Turnerinnen SVKT haben sich 16 Frauen angemeldet, die wieder einmal ihre Kenntnisse in erster Hilfe auffrischen wollten. Sage und schreibe 9 Frauen aus Dietikon und auch die beiden Fachpersonen Marianne und Markus stammten vom Samariterverein Dietikon. So hatte Dietikon fast ein Heimspiel.

Nach einer kurzen Begrüssung wollte Marianne unser Wissen testen und man stellte fest, dass dieses nicht sehr gross bzw. überholt war (das gibt’s auch im Erste-Hilfe- Bereich!!). GABI ist zu vergessen, neu geht man nach dem Ampel-Schema vor:

Rot schauen
Gelb denken
Grün handeln


Und, wie steht es mit den Notfallnummern? Lieber Leser, kennst Du die? Ganz neu gilt jetzt für den

Internationalen Notruf Nr. 112.

Da diese Nummer über die Polizei geschaltet ist, verstreichen wertvolle 1 – 2 Minuten. Fazit: im Ausland sicher, in der Schweiz über die üblichen Nummern

144 Sanität
117 Polizei
118 Feuerwehr

Hilfe anfordern.

Nach sehr interessanten Ausführungen (ABCD-Schema, Unfallhergang, Patientenbeurteilung etc.) ging es noch etwas an’s Ueben. Während sich die einen mit der Beatmung (Nase/Mund) einer Gummipuppe (Puste, wo bleibst du) sowie Thoraxkompressionen abmühten, erhielt die andere Gruppe Informationen über Blutstillung, Druckverbände etc. Ebenso ein paar Instruktionen über Sportverletzungen.

Während Marianne dann nochmals kurz auf verschiedene Vorgehen hinwies, rumpelte es kräftig im Materiallager und Markus erschien mit schmerzverzehrtem Gesicht, vornübergebeugt und die Arme auf seine Bauchgegend gedrückt.

Was nun?

Erster Gedanke: „nur weg!!“ Aber das wäre wohl nun nicht der Zweck der Uebung gewesen. Also griffen ihm zwei beherzte Frauen unter die Arme und setzten ihn auf einen Hocker (war falsch, man hätte ihn bereits auf den Boden platzieren sollen), fragten ihn nach der Ursache seiner Beschwerden. Unter Gestöhne schilderte der Verunfallte den Hergang und wurde dann bewusstlos!! Neue Lagerung etc. Ab und zu schlug da Marianne mal die Hände über dem Kopf zusammen und meinte: „Hebed au öisem Vize-Präsi Sorg“. Bei der anschliessenden Beurteilung unseres Vorgehens kamen wir dann schon etwas schlecht weg und es zeigte uns auf, wie konfus man in so Situationen reagieren kann. Als einziger hat wohl Markus die Situation ausgekostet, denn nicht jeder Mann wird an einem Samstag-Morgen von so vielen Frauen umsorgt.

Wieder ein Gerumpel. Diesmal lag Markus zwischen den Turnstangen. Bewusstlos. Unser Vorgehen war da schon gezielter.

 Unfallhergang sicher von der Kletterstange runtergefallen
 Lagerung Bewusstlosenlagerung / liegt schon so da
 Handeln Sanität anfordern.

Ja, da schnitten wir bei der Lagebesprechung schon etwas besser ab. Die drei Stunden vergingen wie im Flug, unseren beiden Samaritern ein herzliches Dankeschön. Wie man bei einem Notfall reagiert, das weiss man nicht, manchmal entwickelt man da ja auch ungewohnte Kräfte. Sollte unsere Hilfe je benötigt werden, denkt an diesen Kurs, nicht „wegseckle“,
helfen!. Die uns abgegebenen Broschüren werde ich nochmals gut durchlesen und den unterzeichneten Spenderausweis in meinem Geldbeutel mittragen. Vielleicht kann man auch einmal so jemandem helfen.

Christa Wydler
SVKT Frauen Dietikon

 

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